Bundesweit anerkannter Fortbildungslehrgang für Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte
gemäß § 9 Nr. 1 in Verbindung mit § 7 Nr. 2 der 5. BImSchV
Bei der Analyse der Gefahren von Betriebsbereichen nach Störfall-Verordnung sowie anderen Anlagen mit gefährlichen Stoffen müssen auch die Wechselwirkungen zwischen Betriebsbereich/Anlage und Nachbarschaft berücksichtigt werden. Dazu sind sowohl Informationen über den Betriebsbereich/die Anlage, wie auch Informationen über die Nachbarschaft erforderlich.
Standortbezogene Gefahrenabschätzungen werden zum Beispiel bei Raumplanungen, Genehmigungsverfahren, Überwachungsaufgaben und nicht zuletzt bei der Katastrophenschutzplanung durchgeführt.
Bekannte Geoinformationen in Verbindung mit Industriestandorten sind zum Beispiel Karten von Hochwasser-, Erdbeben-, Naturschutz- und Wasserschutzgebieten. Aber auch Informationen über zum Beispiel Industrieanlagen, Betriebsbereiche nach Störfall-Verordnung, Rohrfernleitungen sowie über schützenswerte Objekte in deren Nachbarschaft werden als Geoinformationen bereitgestellt und können über Geoinformationssysteme genutzt werden.
In dem Seminar werden Beispiele über verfügbare Geoinformationen im Zusammenhang mit Standortbetrachtungen vorgestellt. Es wird gezeigt wie Geoinformationen dazu beitragen können störungsbedingte Auswirkungen einer Anlage auf deren Nachbarschaft wie auch mögliche Einwirkungen aus der Nachbarschaft auf eine Anlage abzuschätzen.