Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
in Wasserversorgungsanlagen mit IHK-Prüfung
Die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und andere nachqualifizierte technische Fachkräfte können nach Bestellung durch den Unternehmer festgelegte Tätigkeiten an elektrischen Betriebsmitteln durchführen.
Mit der Aufnahme von elektrotechnischen Ausbildungsinhalten in das Berufsbild der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik (vormals Ver- und Entsorger), können so ausgebildete Fachkräfte die Befähigung erreichen, festgelegte Tätigkeiten an elektrischen Betriebsmitteln, die vom Unternehmen bestimmt wurden, eigenständig durchzuführen. Auch sonstige Fachkräfte in der Wasserversorgung können die festgelegten, elektrotechnischen Tätigkeiten ausführen, wenn diese sich entsprechend nachqualifiziert haben.
Der Qualifizierungslehrgang sieht die Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und fachspezifischen Fertigkeiten vor. Die Vertiefung der vorgenannten Kenntnisse und Fertigkeiten geschieht über die betriebliche elektrotechnische Berufspraxis im Wirkungsbereich Ihres Unternehmens.
Lehrgang zur Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und zur Erlangung von fachpraktischen Fertigkeiten
- Termine Vollzeitlehrgang ab Mai 2012
- 07.05. bis 15.06.2012:
- 1. Block: 21.-25.05.12
- 2. Block: 11.-15.06.12
- 3. Block: 25.-29.06.12
- 07.05. bis 15.06.2012:
- Termine Vollzeitlehrgang ab Oktober 2012
- 22.10. bis 23.11.2012:
- 1. Block: 22.-26.10.12
- 2. Block: 05.-09.11.12
- 3. Block: 19.-23.11.12
- 22.10. bis 23.11.2012:
- Lehrgangsstruktur
- 3 Wochen Vollzeitunterricht (Präsenzzeit) zur Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und zur Erlangung von fachpraktischen Fertigkeiten
- 6 Monate betriebliche elektrotechnische Berufspraxis gemäß Aufgabenkatalog unter Anleitung einer Elektrofachkraft im Heimatbetrieb unter Führung eines Berichtsheftes
- 3-5 Reflexionstage im Versorgungsunternehmen
- Schriftliche und praktische Prüfung vor der IHK Duisburg zur „Geprüften Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“
Zulassungsvorausetzungen
Zur Prüfung ist zugelassen, wer:
- eine abgeschlossene Berufsausbildung hat und über langjährige Erfahrungen in der Wasserversorgungstechnik verfügt;
- an der mehrwöchigen Unterweisung zur Vermittlung von elektrotechnischen Kenntnissen und Fertigkeiten teilgenommen hat;
- einen mindestens sechsmonatigen Erwerb von fachpraktischen Qualifikationen und ein vollständiges Berichtsheft nachweist;
- gesundheitlich unbedenklich Elektroarbeiten durchführen kann.
Gliederung der Prüfung
Die Prüfung gliedert sich in einen
- Prüfungsteil 1 „Fachtheoretische Qualifikationen“, und einen
- Prüfungsteil 2 „Fachpraktische Qualifikationen“, Fachpraxis im Unternehmen
Beide Prüfungsteile werden erst nach Absolvierung der Fachpraxis im Unternehmen durchgeführt.
Abschluss mit IHK Zertifikat.
Inhalte
- Elektrische Grundgrößen und deren Zusammenhänge
- Grundgrößen: Strom, Spannung, Widerstand
- Strom (Gleichstrom, Wechselstrom, Drehstrom)
- Gefahren des elektrischen Stromes an festen und wechselnden Arbeitsplätzen
- Unfälle durch den elektrischen Strom, Körperstrom und Berührungsspannung
- Erhöhte elektrotechnische Gefährdungen im Ex-Bereich
- Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom
- Schutzmaßnahmen und deren Wirkungsweise: z. B. Schutzkleinspannung, Schutzisolierung, Schutztrennung,
- Schutzarten und Schutzklassen,
- Verhaltensweisen bei Unfällen durch elektrischen Strom beschreiben und erste Hilfsmaßnahmen einleiten
- Unfallverhütungsvorschriften
- Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom
- Messgeräte und Arbeitsmittel
- Messgeräte: z. B. Voltmeter, Amperemeter, Ohmmeter
- Multifunktionsmessgeräte, Spannungsprüfer
- Betriebsspezifische Schaltpläne
- Kennzeichnung der Betriebsmittel, Elektrische Schaltzeichen, Elektrische Schaltpläne
- Sicherungen, Sensoren, Messeinrichtungen, Beleuchtungsmittel und Signallampen
- Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen, Nennspannung, Nennstrom, Werkzeugeignung, Funktion und Kennzeichnung von Sicherungen, z. B. Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschalter,
- Betriebstörungen beurteilen, Pumpen und Motoren austauschen und wieder in Betrieb nehmen
- Fehlerarten, z. B. Leiterunterbrechung, Kurzschluss, Körperschluss, Leiterschluss, mechanische Fehler an Schaltsystemen
- Motorenarten, z. B. Drehstrom-Asynchronmotoren, Einphasenwechselstrommotoren, Gleichstrommotoren
- Bauteile außerhalb von Schaltschränken
- Endschalter, Initiatoren, Sensoren, Handschalter, Magnetventile, Druckschalter, Messsonden, Schwimmerschalter, Niveauschalter
- Ersatzstromerzeuger
- Beachtung der Schutzmaßnahmen, insbesondere der korrekten Erdung der Aggregate
- Aufbau, Funktion, Aufstellung, Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme
- Batterieanlagen
- Aufbau und Wirkungsweise, Kenngrößen, Normangaben von Primärelementen (Trockenbatterien)
Mitarbeiter/-innen aus Wasserversorgungsunternehmen, die festgelegte elektrotechnische Aufgaben im Betrieb und in der Instandhaltung von elektrischen Betriebsmitteln übernehmen sollen.
Elektroausbilder und Elektrofach/-Führungskräfte aus der Versorgungswirtschaft
Mit dem PKW
Autobahn A52 bis Abfahrt Essen-Rüttenscheid, Alfredstraße (B224) in südlicher Richtung nach Essen-Werden und Velbert folgen. Die Wimberstraße zweigt von der Bergischen Landstraße an deren höchstem Punkt ab, ca. 700 m nördlich der Stadtgrenze Essen/Velbert. Direkt zum Google-Routenplaner.
Direkt zum Google-Routenplaner
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der S-Bahnlinie S6 in Richtung Essen Hbf. Aussteigen an der S-Bahn Haltestelle „Essen-Werden“.
- Mit der Buslinie 169 (BStg. 5, alle 20 min.) in Richtung Velbert. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“ oder
- Mit der Buslinie 190 (BStg. 2, alle 30 min) in Richtung Ruhrlandklinik. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“.
Die Wimberstraße zweigt nach ca. 250 m stadtauswärts links ab.
Sie können sich auch Ihren individuellen Reiseplan über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zusammenstellen. Dazu klicken Sie bitte hier oder auf den Screenshot.



