Wartung von Kleinkläranlagen
Lehrgang zur Erlangung der Fachkunde
Die Inhalte des 5-tägigen Fachkundelehrganges wurden in Abstimmung mit dem MUNLV Nordrhein-Westfalen, der DWA, dem BDZ und Herstellerunternehmen von Kleinkläranlagen zusammengestellt. Der Kurs ist Bestandteil eines Fachkundekonzeptes, das neben den Inhalten und der Dauer auch die Zugangsvoraussetzungen (s.u.) für die Teilnahme regelt und von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) akzeptiert wurde.
Im Lehrgang werden die erforderlichen Kenntnisse und Zusammenhänge der rechtlichen und technischen Aspekte der Abwasserreinigung mittels Kleinkläranlagen vorgestellt.
Zum Lehrgang sind wetterfeste Arbeitskleidung, Sicherheitsarbeitsschuhe und -handschuhe sowie Schutzbrille und -kittel für die Arbeiten im Labor mitzubringen.
Zulassungsvoraussetzungen
Die Zulassung für das Fachkundeseminar ist verknüpft mit dem beruflichen Hintergrund der Kandidat/innen. Die Bildungsanbieter haben sich verpflichtet, nur Personen an den Fachkundeschulungen zuzulassen, die über Fachkenntnisse in der Abwasserentsorgung verfügen.
Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Abwasser (z.B. Ver- und Entsorger/in, Abwassermeister oder Fachkraft für Abwassertechnik) oder Absolventen mit Fach- bzw. Hochschulabschluss und der abwassertechnischen Vertieferrichtung „Siedlungswasserwirtschaft“ können sich unmittelbar zum Fachkundeseminar anmelden.
Personen mit Fach- bzw. Hochschulabschluss ohne abwassertechnischer Vertieferrichtung „Siedlungswasserwirtschaft“ können nach Bestehen einer Eingangsprüfung am Fachkundelehrgang teilnehmen.
Liegt ein Abschluss in einem handwerklich-technischen Beruf oder eine nicht-technische Ausbildung mit einer 2-jährigen Berufserfahrung im Bereich der Abwasserreinigung vor, so muss als Zulassungsbedingung zum Fachkundelehrgang ein:
- 2-wöchiges Praktikum auf einer Schulungskläranlage
- ein 5-tägiges Sachkundeseminar und
- ein 2-wöchiges Praktikum bei einer Herstellerfirma bzw. Wartungsfirma von Kleinkläranlagen nachgewiesen werden.
Der berufliche Hintergrund wird durch das BEW erfasst. Ein entsprechendes Formular können Sie unter Downloads (siehe rechte Spalte) herunterladen.
Abschluss mit BEW Zertifikat.
- Zuständigkeiten, Vorschriften und Normen
- Wasserrecht (EU, Bund, Länder, Gemeinde)
- Auszüge aus: DIN EN 12566; DIN 4045, DIN 4261
- Regelwerke: DWA-A 262; DWA-A 201
- CE-Kennzeichnung und bauaufsichtliche Zulassung
- Wasserrechtliche Erlaubnis
- Grundlagen der Abwasserreinigung durch Kleinkläranlagen
- Technische und naturnahe Verfahren
- Weiterführende Verfahren zur Abwasserreinigung
- Behälter, Pumpen und Gebläse
- Schlämme aus Kleinkläranlagen
- Arbeitssicherheit und Unfallverhütung
- Gesetze und Verordnungen
- Persönliche Schutzausrüstung, Vorsorge
- Unfallgefahren (mechanische, elektrische, chemische, durch Gase, ...)
- Unfallanzeige, erste Hilfe
- Betrieb und Wartung
- Wartungsvertrag
- Durchführung von Kontrollen, Probenahme
- Berichtsführung
- Bauliche und technische Fehlererkennung /-beseitigung
- Anlagenoptimierung
- Betriebliche Arbeiten an Kleinkläranlagen
- Anleitungen zu selbständigen Wartungsroutinen
- Arbeiten gemäß DIN 4261 (Teil 4) und bauaufsichtlicher Zulassung
- Vor-Ort- und Betriebsanalytik (z.B.)
- Sauerstoffgehalt, Temperatur, pH-Wert, Organoleptik, Schlammspiegelmessung, ...
- BSB5, CSB, TOC, abfiltrierbare Stoffe, ...
- Mikroskopische Untersuchungen
- Dokumentation und Berichtserstellung
- Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung
- Erfolgskontrolle
- Theoretische Prüfung mit Situationsaufgaben
Personen, die die Fachkunde zur Wartung von Kleinkläranlagen anstreben (z.B. von Wartungsfirmen), Mitarbeiter/innen von Überwachungsbehörden.
Am letzten Veranstaltungstag bieten wir eine theoretische Abschlussprüfung an. Diese ist von allen Personen zu absolvieren, die Wartungstätigkeiten an Kleinkläranlagen durchführen möchten. Das Bestehen wird durch ein BEW-Zertifikat bescheinigt.
langjährige freie Mitarbeiterin des BEW und hat sich auf die Betriebsanalytik und die Qualitätskontrolle der Abwasserwirtschaft spezialisiert
Abwassermeister Kleinkläranlagen Wartungsdienst
Mit dem PKW
Autobahn A52 bis Abfahrt Essen-Rüttenscheid, Alfredstraße (B224) in südlicher Richtung nach Essen-Werden und Velbert folgen. Die Wimberstraße zweigt von der Bergischen Landstraße an deren höchstem Punkt ab, ca. 700 m nördlich der Stadtgrenze Essen/Velbert. Direkt zum Google-Routenplaner.
Direkt zum Google-Routenplaner
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der S-Bahnlinie S6 in Richtung Essen Hbf. Aussteigen an der S-Bahn Haltestelle „Essen-Werden“.
- Mit der Buslinie 169 (BStg. 5, alle 20 min.) in Richtung Velbert. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“ oder
- Mit der Buslinie 190 (BStg. 2, alle 30 min) in Richtung Ruhrlandklinik. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“.
Die Wimberstraße zweigt nach ca. 250 m stadtauswärts links ab.
Sie können sich auch Ihren individuellen Reiseplan über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zusammenstellen. Dazu klicken Sie bitte hier oder auf den Screenshot.


