Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) bilden eine vielschichtige Stoffgruppe langlebiger Chemikalien, die nach heutigem Kenntnisstand rund 10.000 Einzelsubstanzen umfasst, von denen weniger als 1 % analytisch erfassbar und bewertbar sind. Auf Grund Ihrer besonderen Eigenschaften finden sie seit Jahrzehnten Einsatz in zahlreichen industriellen und alltäglichen Anwendungen. Ihre hohe Persistenz, Mobilität und gesundheitlichen sowie ökologischen Auswirkungen rücken PFAS zunehmend in den Fokus von Umweltüberwachung, Risikobewertung und Sanierung.
Aus diesem Grunde stellen PFAS die Altlastenbearbeitung weiterhin vor besondere fachliche und regulatorische Herausforderungen: Die Forschung bringt kontinuierlich neue Erkenntnisse zu bislang wenig untersuchten PFAS und ihren Vorläufersubstanzen hervor. Komplexe Fragestellungen bei der Bewertung von Belastungen sowie die Weiterentwicklung von Sanierungsansätzen erfordern ebenfalls einen fortlaufenden Diskurs mit dem aktuellen Stand.
Das Seminar greift die aktuellen Entwicklungen von PFAS in Boden und Grundwasser auf. Es werden neue Erkenntnisse auf Forschung und Praxis vorgestellt und im Plenum diskutiert, u. a. zu Ansätzen der PFAS-Forensik und PFAS-Analytik, wie auch aktuellen Fragestellungen aus dem Sanierungsmanagement. Fallbeispiele bieten einen Einblick in den Umgang mit verschiedenen Belastungssituationen. Darüber hinaus werden innovative Verfahren zu Behandlung PFAS-belasteter Böden und Grundwässer vorgestellt.