Gasinstallationen und Gasgeräte sind ein zentraler Bestandteil von Laboratorien und naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen. Tätigkeiten mit gasförmigen Gefahrstoffen sowie der Betrieb von Flüssiggas- und Erdgasanlagen bergen erhebliche Brand- und Explosionsrisiken. Diese Risiken müssen bei der Gefährdungsbeurteilung, insbesondere durch den Sachkostenträger und verantwortliche Lehrkräfte, besonders berücksichtigt werden.
Zur Umsetzung geeigneter Arbeitsschutzmaßnahmen verweisen unter anderem
- die DGUV Vorschrift 81 „Schulen“,
- die DGUV Information 213-850 „Sicheres Arbeiten in Laboratorien – Grundlagen und Handlungshilfen“ sowie
- die DGUV Regel 110-010 „Verwendung von Flüssiggas“
auf das DVGW-Arbeitsblatt G 621 (A) „Gasinstallationen in Laborräumen und naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen – Planung, Erstellung, Änderung, Instandhaltung und Betrieb“.
Die Kenntnis dieser Technischen Regel schließt daher eine wesentliche Lücke bei der Erfüllung von Betreiberpflichten und bei der praktischen Umsetzung der Anforderungen aus Arbeitsschutzrecht und DGUV-Vorschriften. Dazu gehört insbesondere die Erstellung einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit gasförmigen Gefahrstoffen sowie für den Betrieb von Flüssiggas- und Erdgasanlagen in Schulen und vergleichbaren Einrichtungen.
Im Seminar werden die Inhalte der DVGW G 621 (A) und die daraus resultierenden Anforderungen an Labor- und Unterrichtsräume verständlich erläutert. Zudem wird aufgezeigt, warum bei beweglichen Mediensystemen im Schulbereich besondere gastechnische Anpassungen erforderlich sind.
Anhand von Praxisbeispielen werden Unterrichts- und Lehrervorbereitungsräume mit ortsfesten und ortsbeweglichen Laboreinrichtungen vorgestellt. Sie lernen verschiedene Geräteanschlussarmaturen und -leitungen, Absperr- und Sicherheitseinrichtungen sowie Bedienteile kennen.