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KA135 KA135
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Die neue ErsatzbaustoffV und BundesbodenschutzV — Die zukünftige Verwertung von mineralischen Abfällen

Aktuelles — Vollzugsfragen — Güteüberwachung — Geologische Standortdaten

Beschreibung

Mit der Ersatzbaustoffverordnung wurden erstmalig bundesweit einheitliche und verbindliche Regelungen für die Herstellung und den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe geschaffen. Mineralische Ersatzbaustoffe im Anwendungsbereich der Verordnung sind u. a. Recycling-Baustoffe aus Bau- und Abbruchabfällen, Schlacken aus der Metallerzeugung und Aschen aus thermischen Prozessen. Die Herstellung erfolgt dabei durch Anlagen, in denen die mineralischen Stoffe behandelt, insbesondere sortiert, getrennt, zerkleinert, gesiebt, gereinigt oder abgekühlt werden. Einbauseitig sind technische Bauwerke vor allem im Tiefbau, wie Straßen, Schienenverkehrswege, befestigte Flächen, Leitungsgräben, Lärm- und Sichtschutzwälle betroffen. Die Verordnung gibt zum einen für die jeweiligen Ersatzbaustoffe bzw. deren einzelne Klassen Materialwerte in Bezug auf bestimmte Schadstoffe vor, deren Einhaltung durch den Hersteller im Rahmen einer Güteüberwachung zu gewährleisten ist. Zum anderen sieht sie an diese Materialwerte angepasste Einbauweisen vor, die vom Verwender beim Einbau in das technische Bauwerk entsprechend den örtlichen Gegebenheiten zu beachten sind. Das erfordert auch Kenntnisse über die geologischen Verhältnisse und insbesondere den höchsten zu erwartenden Grundwasserstand am Einbauort.

Bis zum Inkrafttreten der Ersatzbaustoffverordnung am 01.08.2023 sind zahlreiche Anpassungen und Umstellungen bei den betroffenen Akteuren erforderlich. Neue Untersuchungsverfahren und Materialwerte sind anzuwenden und geänderte Dokumentationspflichten zu erfüllen sowie Übergangsvorschriften zu beachten. Bereits jetzt sind viele Fragen zur konkreten Umsetzung einzelner Vorschriften in der Praxis und im Vollzug aufgekommen, die in dieser Fachtagung ausführlich dargestellt und diskutiert werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Möglichkeiten und Pflichten der öffentlichen Hand, die Vorgaben des § 2 Landeskreislaufwirtschaftsgesetz NRW hinsichtlich des Rezyklateinsatzes umzusetzen.

Wirtschaftsbeteiligte, die Bodenmaterial erzeugen, mineralische Ersatzbaustoffe herstellen, nutzen, untersuchen oder begutachten, Baumaßnahmen planen oder durchführen sowie Behörden, die dabei für die Genehmigung und Überwachung zuständig sind, müssen sich bereits jetzt mit den neuen Regelungen beschäftigen und deren Praxisumsetzung planen. Die Veranstaltung will umfassend über die neuen Vorgaben informieren und Lösungsansätze für Problemstellungen bei der Anwendung der zukünftigen Vorschriften diskutieren.

 

Themen

Vormittag

09:00 UHR

  • Begrüßung / Einführung

Herr Dr. Edgar Tschech/ Frau Claudia Lodwig

BLOCK 1: MONITORINGPROGRAMM — GÜTEÜBERWACHUNG — VOLLZUGSFRAGEN

09:15 UHR

  • Eckpunkte der Ersatzbaustoffverordnung

Frau Petra Umlauf-Schülke

09:45 UHR DISKUSSION

10:00 UHR

  • NRW-weites Monitoringprogramm zur Evaluierung:
    Aufkommen und Verwertungswege mineralischer Abfälle

    Frau Claudia Lodwig

10:30 UHR DISKUSSION

10:45 UHR KAFFEEPAUSE

11:15 UHR

  • Güteüberwachung als Kernpunkt der Ersatzbaustoffverordnung

Herr Markus Schumacher

11:45 UHR DISKUSSION

12:00 UHR

  • Vollzugsfragen zur Ersatzbaustoff-Verordnung — und
    erste Antworten dazu

Frau Petra Umlauf-Schülke/ Frau Claudia Lodwig

12:40 UHR DISKUSSION

13:00 UHR MITTAGSPAUSE



BLOCK 2: BEWERTUNG GEOLOGISCHER STANDORTDATEN

14:00 UHR

  • Fragen zum höchsten zu erwartenden Grundwasserstand

Herr Dr. Reinhold Strotmann

14:25 UHR DISKUSSION

14:30 UHR

  • Praktische Umsetzung der ErsatzbaustoffV und BBodSchV mit qeb.app — ein webbasiertes Geoinformationssystem zur Güteüberwachung und zum Einbau von Baustoffen

Herr Dr. Bernd Susset

14:55 UHR DISKUSSION

15:00 UHR KAFFEEPAUSE

BLOCK 3: UMSETZUNG DER ERSATZBAUSTOFFVERORDNUNG
IN DER PRAXIS

15:15 UHR

  • Praktische Fragen zur Ersatzbaustoffverordnung aus der Sicht der Abbruchbranche: Herstellung und Verwendung von Recyclingbaustoffen beim Rückbau/ Tiefbau
    Frau Walburga Sodermanns-Peschel

15:45 UHR DISKUSSION

16:00 UHR

  • Urban Mining kommunaler Infrastruktur — ein Weg
    für mehr Nachhaltigkeit

Herr Prof. Dr. Alexander Buttgereit

16:30 UHR DISKUSSION

16:45 UHR

  • Pflichten der öffentlichen Hand gemäß
    § 2 Landeskreislaufwirtschaftsgesetz NRW

    Herr Dr. Peter Queitsch

17:05 UHR ABSCHLUSSDISKUSSION/ SCHLUSSWORT

ca. 17:15 UHR ENDE DER VERANSTALTUNG

Abschluss mit Teilnahmebescheinigung

Zielgruppe

Abfallerzeuger, Abfallentsorger, Hersteller und Verwender mineralischer Ersatzbaustoffe, Genehmigungs- und Überwachungsbehörden.

Dozenten/Dozentinnen

Veranstaltungsleitung
  • Claudia Lodwig, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen
  • Prof. Dr. Alexander Buttgereit, Jade Hochschule, Oldenburg
  • Dr. Peter Queitsch, Kommunal Agentur NRW GmbH, Düsseldorf
  • Markus Schumacher, Baustoffüberwachungs- und Zertifizierungsverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BÜV NW), Duisburg
  • Walburga Sodermanns-Peschel, Deutscher Abbruchverband e.V., Köln
  • Dr. Reinhold Strotmann, Dr. Strotmann Umweltberatung GmbH, Krefeld
  • Dr. Bernd Susset, Universität Tübingen, Tübingen
  • Petra Umlauf-Schülke, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Düsseldorf

Technische Voraussetzungen

Unsere Online-Veranstaltungen führen wir grundsätzlich über die Plattform Zoom durch.

Die dafür jeweils gültigen technischen Voraussetzungen und weitere Informationen finden Sie über folgende Verlinkungen:

Preise

Präsenz-Teilnahme
Regulär*
455,00 €
Verbandsmitglieder*
AAV, BDE, BDG, BVB, BWK, DGAW, DVGW, DWA, EdDE, InwesD, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
410,00 €
Bezirksregierungen und LANUV
300,00 €
Behörden*
300,00 €
Behörden in NRW*
300,00 €
Kommunen*
300,00 €
Kommunale Umweltverwaltung NRW
95,00 €
Kommunen außerhalb NRW*
300,00 €
Behörden außerhalb NRW*
300,00 €
Online-Teilnahme
Regulär*
430,00 €
Verbandsmitglieder*
AAV, BDE, BDG, BVB, BWK, DGAW, DVGW, DWA, EdDE, InwesD, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
385,00 €
Bezirksregierungen und LANUV
275,00 €
Behörden*
275,00 €
Behörden in NRW*
275,00 €
Kommunen*
275,00 €
Kommunale Umweltverwaltung NRW
70,00 €
Kommunen außerhalb NRW*
275,00 €
Sonstige Behörden in/außerhalb NRW*
275,00 €
Behörden außerhalb NRW*
275,00 €

*Die Preise verstehen sich zzgl. der zum Zeitpunkt der Leistung gültigen Umsatzsteuer.

Im Preis enthalten

Im Teilnahmepreis sind Unterlagen zur Veranstaltung sowie für Präsenzteilnehmer das Mittagsbuffet und Erfrischungsgetränke enthalten.