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Seminar

Die Erhebung und Kalkulation kommunaler Abwassergebühren

Schmutz- und Regenwassergebühren systematisch und unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung kalkulieren

Der Transport, die Reinigung des Abwassers, sowie Bau und Instandhaltung von Kanälen und anderen Bauwerken der Abwasserbeseitigung (z. B. Kläranlagen, Pumpwerke und Rückhaltebecken) sind sehr zeitaufwändig und verursachen erhebliche Kosten. Daher erheben Kommunen für die Nutzung dieser Einrichtungen Gebühren auf der Grundlage des Kommunalabgabengesetz (KAG) NRW. Diese Gebühren werden nach gesetzlichen Kalkulationsvorschriften berechnet und festgelegt. Die Wasserrahmenrichtlinie fordert dabei „kostendeckende (Ab-)Wasserpreise“. Letztendlich bedeutet dies, dass die Kosten der Abwasserbeseitigung verursacherbezogen
erhoben werden müssen und nicht aus Steuermitteln finanziert werden dürfen. Zudem dürfen die Kommunen mit diesen Gebühren keine Gewinne erzielen und müssen die Einnahmen wieder zweckgebunden in das Abwassernetz reinvestieren. Daher wird die Höhe der Gebühren jedes Jahr auf Basis der zu erwartenden Kosten neu ermittelt.

Die genaue Kalkulation der kommunalen Abwassergebühren wirft dabei zahlreiche Rechtsprobleme auf. Hierzu gehört insbesondere, welche Kosten bei der Schmutzwasser- und Regenwassergebühr unter Berücksichtigung des KAG NRW und der dazu ergangenen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) NRW im
Rahmen der Gebührenkalkulation ansatzfähig sind.
Weitere Probleme treten bei der Fragestellung auf, ob und wie Kostenüber- bzw. Kostenunterdeckungen auszugleichen sind.

Dieses Fachseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit diesen und weiteren aktuellen gebührenrechtlichen Fragestellungen intensiv auseinanderzusetzen. Dabei werden die Grundlagen der
Kalkulation der Schmutz- und Regenwassergebühr systematisch dargestellt und erörtert. Ziel ist es, gemeinsam die einzelnen
Problemstände systematisch aufzuarbeiten und damit die praktische Handhabung im Lichte der Rechtsprechung zu erleichtern.

  • Aktuelle Rechtsprechung zum Begriff der öffentlichen Abwasseranlage
  • Anschluss- und Benutzungszwang/Abwasserüberlassungspflicht
  • Gebührenschuldner bei der Abwassergebühr
  • Kalkulation der Schmutzwassergebühr und des Frischwasser-Maßstabs
  • Berücksichtigung von Wasserschwundmengen (u. a. Satzungsrecht, Negativ-Verbrauch, Einzelbeispiele aus der Praxis)
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Schmutzwasser- und Regenwassergebühr
  • Gebührenpflicht der Straßenbaulastträger
  • Straßenseitengräben als Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlage
  • Gewässer als Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlage (Zwei-Funktionen-Theorie)
  • Ansatzfähige Kosten (z. B. Personal- und Verwaltungskosten, Wagnis-Zuschläge, Reparaturkosten)
  • Kalkulatorische Abschreibung und Verzinsung von langlebigen Anlagegütern
  • Ausgleich von Über-/Unterdeckungen bei der Gebührenkalkulation
  • Ansatzfähigkeit von Kosten der Kanalerneuerung
  • Ansatzfähige Kosten nach § 53 c LWG NRW (neue Fassung)(u.a. Ansatzfähigkeit von Kosten für die Zustandsunter­suchung bei Grundstücksanschlüssen)
  • Grundgebühr bei der Schmutzwasser- und Regenwasser­gebühr (auch bei unbewohnten Grundstücken)
  • Abwassergebühr bei abflusslosen Gruben/ Kleinkläranlagen
  • Mitarbeiter/-innen von Stadt-, Gemeinde-
    und Kreisverwaltungen
  • Mitarbeiter/-innen von kommunalen und privaten
    Kanalnetz- und Abwasseranlagenbetreibern
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