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UA112
Tagung

Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen nach dem Störfallrecht

Biogasanlage

Anlagen zur Erzeugung oder Aufbereitung von Biogas mit einer Produktions- bzw. Verarbeitungskapazität von mehr als 1,2 Mio. Nm³ pro Jahr bedürfen einer Genehmigung gemäß dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG-Genehmigung) — und zwar unabhängig davon, ob zur Erzeugung des Biogases Abfälle eingesetzt werden oder nicht.

Biogas ist ein hochentzündliches Gas, sodass der Anlagenbetrieb mit hohen Risiken für Brände und Explosionen verbunden ist. Überschreitet die Menge an Biogas, die in einer Biogasanlage insgesamt vorhanden ist, bestimmte Schwellenwerte, gelten deshalb die Regelungen der Störfallverordnung (12. BImSchV). Dieser entsprechend müssen dann bestimmte organisatorische und technische Maßnahmen zur Vermeidung von Störfällen und zur Vorsorge bei Dennoch-Störfällen umgesetzt werden.

Die Kommission für Anlagensicherheit (KAS) hat in einer Auswertung festgestellt, dass eine hohe Zahl an Biogasanlagen mit erheblichen sicherheitstechnischen Mängeln behaftet sind. Dies betrifft vor allem die Bereiche Explosionsschutz, obligatorische Prüfnachweise, Brandschutz und Betriebsorganisation.

Vor diesem Hintergrund kommt der behördlichen Überwachung von Biogasanlagen, insbesondere denjenigen, die der 12. BImSchV unterliegen, eine besonders hohe Bedeutung zu.



Das Seminar wendet sich an die Vertreter/-innen der Umweltbehörden, die für die Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen, die dem Störfallrecht unterliegen, zuständig sind. Die Veranstaltung vermittelt in umfassender Weise das notwendige rechtliche und technische Wissen und bietet gute Gelegenheiten zur Klärung von Zweifelsfragen sowie zum Erfahrungsaustausch.

Wichtige Fragestellungen, die diskutiert werden, sind z. B.:

  • Welche neuen Regelungen bringen die Seveso-III-Richtlinie und die 12. BImSchV für Biogasanlagen?
  • Wann unterliegt eine Biogasanlage der Störfallverordnung?
  • Welche organisatorischen und technischen Sicherheits-maßnahmen muss eine Biogasanlage dann erfüllen?
  • Wie werden Gefahrenanalysen für Biogasanlagen systematisch durchgeführt?
  • Welche immissionsschutzrechtlichen Anforderungen sind zu beachten?
  • Welche bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen müssen für die Errichtung und den Betrieb von Biogasanlagen erfüllt sein?
  • Welche wasserrechtlichen Anforderungen müssen gemäß der neuen AwSV berücksichtigt werden?
  • Welche rechtlichen Vorgaben für Biogasanlagen bereiten Probleme und welche Lösungsansätze gibt es?

Nächster Termin: 25. Juni 2019 von 10:30 bis 27. Juni 2019 um 15:00 Uhr.

1. TAG (25.06.2019)

 

MODERATION: IRIS-GESINE HEUER

10:30 UHR

  • Begrüßung / Einführung

Dr. Edgar Tschech / Iris-Gesine Heuer

10:45 UHR

  • Störfallrecht — Einführung und Übersicht
    (Seveso-III-Richtlinie, BImSchG, 12. BImSchV)

Iris-Gesine Heuer

11:30 UHR

  • Grundpflichten des Anlagenbetreibers
    gemäß der §§ 3 - 8 der 12. BImSchV

Iris-Gesine Heuer

13:00 UHR

  • Mittagspause

14:00 UHR

  • Wasserrechtliche Anforderungen an Biogasanlagen

Jörg Schütte

15:30 UHR

  • Kaffeepause

15:45 UHR

  • Behördenpflichten gemäß der §§ 13 – 16 der 12. BImSchV, insbesondere Aufgaben bei der Überwachung von Betriebs-bereichen

Iris-Gesine Heuer

CA. 17:15 UHR

  • Ende des 1. Tages

 

2. TAG (26.06.2019)

 

MODERATION: IRIS-GESINE HEUER

9:00 UHR

  • Systematische Gefahrenanalysen

Michael Peus

10:30 UHR

  • Kaffeepause

10:45 UHR

  • Notfall- und Krisenmanagement

Michael Peus

12:15 UHR

  • Mittagspause


2. TAG (FORTSETZUNG)

 

13:15 UHR

  • Der angemessene Sicherheitsabstand in der Bauleitplanung und im Genehmigungsverfahren

Tatjana Krüger

15:30 UHR

  • Kaffeepause

15:45 UHR

  • Arbeitsschutz im Bereich von Biogasanlagen

(u.a. persönliche Schutzausrüstung)

Ludger Kock

ca. 17:15 UHR

  • Ende des 2. Tages

 

3. TAG (27.06.2019)

 

MODERATION: Guido Frye / Iris-Gesine Heuer

9:00 UHR

  • Belange des Genehmigungsverfahrens / Prüfung von Betriebsbereichen im Genehmigungsverfahren

Guido Frye

10:30 UHR

  • Kaffeepause

10:45 UHR

  • Explosionsschutz / Betriebssicherheitsverordnung

Andreas Eiklenborg

12:15 UHR

  • Mittagspause

13:15 UHR

  • Erfahrungsaustausch und Abstimmung für einen einheitlichen Vollzug in Niedersachsen

Guido Frye / Iris-Gesine Heuer

ca. 15:00 UHR

  • Ende der Veranstaltung
  • Mitarbeiter/-innen von Umweltbehörden, die für die Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen zuständig sind
  • Anlagenbetreiber und sonstige Interessenten

25.-27. Juni 2019 im BEW Duisburg

Veranstaltungsleitung
  • Iris-Gesine Heuer, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hannover, Hannover
Dozenten
  • Andreas Eiklenborg, Eiklenborg + Partner mbB, Leer
  • Guido Frye, Bezirksregierung Münster, Münster
  • Ludger Kock, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, Kassel
  • Tatjana Krüger, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim, Hildesheim
  • Michael Peus, PËUS Risk & Safety Management, Langenfeld
  • Jörg Schütte, NLWKN, Hildesheim

Termine

25.-27. Juni 2019 im BEW DuisburgUA112D1906

Unterkunft und Verpflegung in Duisburg

Eine Unterbringungsmöglichkeit bietet unser Seminarhotel. Es stehen 60 komfortabel eingerichtete Einzelzimmer mit DU/WC sowie TV und Telefon zur Verfügung. Eine eigene Küche sorgt für das leibliche Wohl.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Bitte benutzen Sie die Linie 928 Richtung "DU-Winkelhausen Bruchstraße". Die entsprechenden Busse fahren entweder vom Hauptbahnhof Osteingang Bussteig 2 oder vom Bus-Bahnzentrum / Bussteig 6 West ab, mit denen Sie bis zur Haltestelle Businesspark gelangen.

Den Osteingang/Bussteig 2 finden Sie, wenn Sie sich über die Treppen in der Mitte der Bahnsteige in die Unterführung begeben. Wenn Sie den Eingang erreicht haben, gehen Sie durch den Osteingang  geradeaus - am Taxistand und Kino vorbei - und überqueren zwei Straßen (mit zwei Ampeln). Dann gehen Sie bitte nach links zur Haltestelle. (nicht die Haltestelle direkt vor dem Kino nehmen!)

Das Bus-Bahnzentrum / Bussteig 6 West finden Sie, wenn Sie sich im Hauptbahnhof Duisburg auf dem Bahnsteig zu den Treppen am Beginn der jeweiligen Bahnsteige (überdachte Bahnsteigabschnittseinteilung "A") orientieren. Am Fuße der Treppen müssen Sie nach rechts (Bahnsteige 1 oder 2), geradeaus (Bahnsteige 3 und 4) oder links (Bahnsteige 5 bis 13) gehen und durch den Ausgang neben den Geschäften den Bahnhof verlassen. Nach Überquerung der Straße befinden Sie sich auf dem Bussteig 6 West, in dessen vorderen Teil der Bus abfährt, mit dem Sie bis zur Haltestelle "Businesspark" (bitte nicht an der Haltestelle "Businesspark Nord" aussteigen) gelangen. Bitte benutzen Sie den kleinen Weg hinter der Bushaltestelle, der Sie direkt auf das Gebäude des BEW zuführt. Der Bus fährt nur einmal in der Stunde!

Sie können sich auch Ihren individuellen Reiseplan über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zusammenstellen lassen. Dazu klicken Sie bitte hier.

Mit dem Taxi

Unter Nennung des Stichwortes "Seminare BEW" haben Sie die Möglichkeit, bei dem Taxiunternehmen "Taxi West", 02065-22222, Fahrten von oder nach Duisburg-Hauptbahnhof oder Düsseldorf-Flughafen zu einem günstigeren Preis selbst zu bestellen. Die Begleichung der Rechnung erfolgt durch Sie direkt beim Fahrer und zu Ihren Lasten.

25.-27. Juni 2019 im BEW Duisburg

Preis
Regulär595,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Verbandsmitglieder
AAV, ANS, BDE, BDG, BVB, BWK, DVGW, DWA, EdDE, ITAD, ITVA, VDRK, VKS im VKU, WFZruhr
525,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Kommunale Umweltverwaltung NRW210,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Sonstige Behörden in und außerhalb NRW475,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Bezirksregierungen und LANUV475,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)

Unsere Bildungsdienstleistungen sind gem. § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatzsteuer befreit. Auf damit verbundene Leistungen (z.B. Verpflegung) erheben wir als gemeinnützige Gesellschaft einen ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%.

Im Preis enthalten

In der Teilnahmegebühr sind jeweils seminargebundene Unterlagen, das Mittagsbuffet sowie Erfrischungsgetränke enthalten.

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