Kraftwerke sind ein zentraler Baustein für eine sichere, wirtschaftliche und zunehmend klimaneutrale Energieversorgung in Deutschland. Im Zuge der Transformation des Energiesystems gewinnen insbesondere flexible, wasserstofffähige Gaskraftwerke, hocheffiziente KWK-Anlagen sowie perspektivisch H₂-ready-Konzepte und Speicherlösungen an Bedeutung. Sie ergänzen den Ausbau der erneuerbaren Energien, sichern die Netzstabilität und gewährleisten Versorgungssicherheit bei geringer Einspeisung aus Wind- und Solarenergie.
Mit dem geplanten Aufbau neuer Kraftwerkskapazitäten im Rahmen der Kraftwerksstrategie steigen die Anforderungen an Planung, Genehmigung und Umsetzung. Gleichzeitig gewinnen Stromspeicher zunehmend an Bedeutung und sollen ab 2027 mit einer Leistung von bis zu 2 GW in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur berücksichtigt werden. Die Realisierung solcher Projekte erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Genehmigungsbehörden, Projektentwicklern, Betreibern, Gutachtern, Planern, Investoren und Netzbetreibern.
Rechtlich sind vor allem Vorgaben aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, dem Wasserhaushaltsgesetz, dem Bau- und Planungsrecht sowie dem Natur- und Artenschutzrecht zu beachten. Je nach Anlagentyp und -größe sind Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen. Hinzu kommen energiewirtschaftliche Anforderungen, netztechnische Anschlussbedingungen und bei wasserstoffbasierten Konzepten Fragen der Infrastrukturverfügbarkeit und -sicherheit. Auch Regelungen der Störfall-Verordnung oder europarechtliche Vorgaben können relevant sein. Gleichzeitig stehen alle Beteiligten vor der Herausforderung, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen, ohne rechtliche Standards und Beteiligungsrechte zu vernachlässigen.
Der zweitägige Workshop „Umsetzung der Kraftwerksstrategie-Planung und Zulassung von Kraftwerken und Stromspeichern“ greift diese Themen praxisnah auf. Am ersten Tag stehen energiepolitische und rechtliche Grundlagen im Mittelpunkt. Am zweiten Tag geht es um die praktische Umsetzung anhand konkreter Projektbeispiele, typischer Verfahrensabläufe sowie bewährter Lösungsansätze aus Behörden- und Projektpraxis.
Die Veranstaltung bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Genehmigungsbehörden, Betreibern, Gutachtern, Planern, Investoren und weiteren Akteuren – mit dem Ziel, die Umsetzung der Kraftwerksstrategie rechtssicher, effizient und zukunftsfähig zu gestalten.
Umsetzung der Kraftwerksstrategie-Planung und Zulassung von Kraftwerken und Stromspeichern
Was kommt auf Antragsteller, Behörden und Gutachter zu?
Beschreibung
Beschreibung
Zielgruppe
Zielgruppe
Stadtwerke, Versorgungsunternehmen, Planerinnen und Planer, Ingenieurbüros, Energieberater, Industriebetriebe mit Dekarbonisierungszielen, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Genehmigungs- und Überwachungsbehörden und Umweltämtern
Themen/Programm
Themen/Programm
1. Tag
09:00
Begrüßung
Dr. Brigitte Rosendahl/ Franz-W. Iven/ Matthias Wudtke
09:15 bis 09:45
Bedeutung neuer Kraftwerke für die Energie- und Wärmewende
Holger Gassner
09:45 bis 10:15
BNetzA: Durchführung der Ausschreibungen nach dem StromVKG
Bernd Petermann
10:15 bis 10:45
Kaffeepause
10:45 bis 11:15
Immissionsschutzrechtliche Hinweise für H2-ready Gaskraftwerke
Kristina Juhrich
11:15 bis 11:45
Planungsrechtliche Fragestellungen für die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken und Stromspeichern
Dr. Lisa Löffler
11:45 bis 12:15
Immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken und Stromspeichern
Matthias Wudtke
12:15 bis 12:30
Diskussion
12:30 bis 13:30
Mittagspause
13:30 bis 14:00
Wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken
Dr. Michael Rottschäfer
14:00 bis 14:30
Immissionsprognosen von Luftverunreinigungen: künftige Beurteilung von Luftqualitätsdaten nach den Immissionsgrenzwerten der EU 2024/2881
Uwe Hartmann
14:30 bis 15:00
Genehmigungsrechtliche Anforderungen für die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken und Stromspeichern - Naturschutzrechtliche Anforderungen
Frank Müller
15:00 bis 15:30
Kaffeepause
15:30 bis 16:00
Nutzung von Projektmanagern als verfahrensbeschleunigtes Element
Andrea Esser
16:00 bis 16:30
Digitalisierung von umweltrechtlichen Zulassungsverfahren-Beispiel Immissionsschutz
Dominik Daniel
16:30 bis 16:45
Diskussion
16:45
Ende des 1. Tages
2. Tag
9:00 bis 09:30
Die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung – Quo vadis in NRW
Jörg Kerlen
09:30 bis 10:00
Vergleich des StromVKG mit Kapazitätsmechanismen anderer Länder: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Joern Higgen
10:00 bis 10:30
Kaffeepause
10:30 bis 11:00
Von GuD Kraftwerk bis Batteriespeicher: Planung und Umsetzung von Flexibilitätsprojekten bei Trianel
Thomas Bexten
11:00 bis 11:30
Zulassungsverfahren zum H2-Ready GuD Kraftwerk Staudinger
Andrea Henkes
11:30 bis 11:45
Diskussion
11:45 bis 12:15
Genehmigungsverfahren der H2-Ready GuD-Anlage Scholven 2
Daniel Berghoff
12:15 bis 12:45
Bestehende Kraftwerke sind Teil der Zukunftslösung – Umrüstung als Brücke zur Klimaneutralität Fuel Switch Konzepte
Jürgen Klebes, Dr. Thomas Sonntag-Rösing
12:45 bis 13:45
Mittagspause
13:45 bis 14:00
Beitrag von Batteriespeichern für die Energiewende
Jan Zacharias
14:00 bis 14:30
Aktuelle Herausforderungen bei der Realisierung von Stromspeichern
Gerrit Lühring
14:30 bis 15:00
Anforderungen an Batteriespeicher für den Anschluss an das Übertragungsnetz
Thomas Dederichs
15:00 bis 15:30
Kaffeepause
15:30 bis 16:00
Anforderungen an Batteriespeicher für den Anschluss an ein Verteilnetz, Herausforderungen für einen Verteilnetzbetreiber
Prof. Dr. Lars Jendernalik
16:00 bis 16:30
Anforderung an netzdienliche Batteriespeicher für den Anschluss an ein Verteilnetz, aktuelle Praxisbeispiele
Rolf Röske, Eric Floren
ca. 16:30
Ende der Veranstaltung
Dozenten/Dozentinnen
Dozenten/Dozentinnen
- Daniel Berghoff, Dezernat 53, ’Immissionsschutz’, Bezirksregierung Münster, Herten
- Thomas Bexten, Senior Referent Projektmanagement / Projektentwicklung Wasserstoff, Trianel GmbH, Aachen
- Dominik Daniel, Dezernat 53, ’Immissionsschutz’, Bezirksregierung Köln, Köln
- Thomas Dederichs, Amprion GmbH, Dortmund
- Andrea Esser, Geschäftsbereich Umweltschutz, Probiotec GmbH, Düren
- Eric Floren, Leitungspartner GmbH, Düren
- Holger Gassner, Geschäftsführer, BDEW Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V., Landesgruppe NRW, Düsseldorf
- Uwe Hartmann, ANECO Institut für Umweltschutz GmbH & Co., Mönchengladbach
- Andrea Henkes, Dezernat IV / F43.1, ’Immissionsschutz (Energie, Lärmschutz), Regierungspräsidium Darmstadt, Frankfurt
- Jörn Higgen, Senior Vice President Covernmental Relations Germany, Uniper SE, Düsseldorf
- Franz-Wilhelm Iven, ehemals Referatsleiter, „Energietechnik, Energiespeicher, Wärmeinfrastruktur“, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
- Prof. Dr. Lars Jendernalik, Westnetz GmbH, Dortmund
- Kristina Juhrich, FG III 2.1, Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau
- Jörg Kerlen, Senior Manager Political Affairs, RWE Power AG, Essen
- Dr. Lisa Löffler, Rechtsanwältin, GÖRG Partnerscherschaft von Rechtsanwälten mbB, Köln
- Gerrit Lühring, BVES Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V., Berlin
- Frank Müller, Immissions- und Umweltschutz, Müller-BBM Industry Solutions GmbH, Gelsenkirchen
- Bernd Petermann, Referatsleiter, Referat 628 (Thermische Kraftwerke, Speicheranlagen), Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn
- Rolf Röske, Leiter Technische Planung, Leitungspartner GmbH, Düren
- Dr. Michael Rottschäfer, Referatsleiter, Referat IV-8 „Grundwasser, Wasserversorgung, Trinkwasser“, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW, Düsseldorf
- Dr. Thomas Sonntag-Rösing, Geschäftsführer, Ingenieurbüro C4SP, Coesfeld
- Matthias Wudtke, Dezernat 53, Bezirksregierung Köln, Köln
- Jan Zacharias, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin
Technische Voraussetzungen
Technische Voraussetzungen
Unsere Online-Veranstaltungen führen wir grundsätzlich über die Plattform Zoom durch.
Die dafür jeweils gültigen technischen Voraussetzungen und weitere Informationen finden Sie über folgende Verlinkungen:
Aufzeichnung einer Online-/Hybridveranstaltung
Unsere Online-/Hybridveranstaltungen können für angemeldete Teilnehmer/-innen, die kurzfristig nicht aktiv an der Veranstaltung teilnehmen konnten, und/oder für die Nachbereitung unserer Veranstaltungspartner aufgezeichnet werden. Ob eine Aufzeichnung erfolgt, entscheidet das BEW. Es besteht kein Anspruch seitens der Teilnehmer/-innen auf Aufzeichnung. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Preise
Preise
| Präsenz-Teilnahme | |
|---|---|
|
Regulär*
|
750,00 €
|
|
Verbandsmitglieder*
AAV, BDE, BDG, BVB, BVK, BWK, DGAW, DVGW, DWA, EdDE, InwesD, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
|
680,00 €
|
|
Behörden und Kommunen*
|
525,00 €
|
| Online-Teilnahme | |
|---|---|
|
Regulär*
|
700,00 €
|
|
Verbandsmitglieder*
AAV, BDE, BDG, BVB, BVK, BWK, DGAW, DVGW, DWA, EdDE, InwesD, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
|
630,00 €
|
|
Behörden und Kommunen*
|
475,00 €
|
*zzgl. gesetzl. MwSt. auf MwSt.-pflichtige Leistungen
Im Preis enthalten
In der Teilnahmegebühr sind jeweils seminargebundene Unterlagen und bei Präsenzveranstaltungen das Mittagsbuffet sowie Erfrischungsgetränke enthalten.