Sichere Anlagen und stabile Prozesse entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis systematischer Sicherheitsbetrachtungen, fundierter Methodik und klar definierter Maßnahmen. Das PAAG-/HAZOP-Verfahren bietet eine bewährte Methode, um Abweichungen vom bestimmungsgemäßen Betrieb systematisch zu erkennen, deren Ursachen und mögliche Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu Risikoreduzierung abzuleiten.
PAAG steht für Prognose von Abweichungen, Auffinden der Ursachen, Abschätzen der Auswirkungen und Gegenmaßnahmen, die dem internationalen HAZOP-Verfahren (Hazard an Operability Study) entspricht. Ziel einer PAAG-/HAZOP-Betrachtung ist es, potenzielle Gefährdungen, Störungen und Schwachstellen in Anlagen, Prozessen oder Verfahrensabläufen frühzeitig zu identifizieren. Dadurch sollen Risiken für Menschen, Umwelt, Anlagen und Produktion reduziert, die Betriebssicherheit erhöht und ein sicherer, stabiler und regelkonformer Anlagenbetrieb gewärleistet werden.
In diesem zweitägigen Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundidee, den Ablauf und die praktische Anwendung des PAAG-/HAZOP-Verfahrens in kleinen Arbeitsgruppen unter ständiger tutorieller Begleitung kennen. Neben der klassischen Vorgehensweise werden auch modifizierte Verfahren betrachtet. Durch praxisnahe Übungen wird das methodische Vorgehen vertieft und direkt anwendbar gemacht.
Einführung in die PAAG-/HAZOP-Methode
Grundlagen, Anwendung und praxisnahe Übungen
Beschreibung
Beschreibung
Zielgruppe
Zielgruppe
Beschäftigte der kommunalen und staatlichen technischen Umweltverwaltung, Betreiber von Betriebsbereichen nach Stöfall VO, Störfallbeauftragte, Planungs- und Ingenieurbüros sowie Sachverständige, Fachkräfte aus Produktion, Verfahrenstechnik und Anlagensicherheit, Mitarbeitende aus den Bereichen Safety und Risikomanagement, Projektverantwortliche sowie Personen, die Sicherheitsbetrachtungen vorbereiten oder begleiten müssen.
Themen/Programm
Themen/Programm
Tag 1: 09:00 bis 16:45
Tag 2: 09:00 bis 15:15
1. Tag
09:00-09:15
Begrüßung und Vorstellung
09:15 bis 10:15
Hostorie und Grundidee des PAAG-/HAZOP-Verfahrens
Beispielhafte Anwendung des klassischen Vorgehens
10:15 bis 10:30
Kaffeepause
10:30 bis 12:00
Durchführung eines Übungsbeispiels
12:00 bis 13:00
Mittagspause
13:00 bis 14:45
Fortsetzung der Übung
14:45 bis 15:00
Kaffeepause
15:00 bis 16:30
Erforderliche Vorbereitungen für Sicherheitsbetrachtungen
16:30
Ende des 1. Tages
2. Tag
9:00 bis 10:15
Modifikationen des PAAG-Verfahrens
10:15 bis 10:30
Kaffeepause
10:30 bis 12:00
Übung mit einem modifizierten Verfahren
12:00 bis 13:00
Mittagspause
13:00 bis 14:00
Fortsetzung der Übung
14:00 bis 14:15
Kaffeepause
14:15 bis 15:00
PAAG und dann? Mythen und Grenzen
15:00 bis 15:15
Abschlussdiskussion
15:15
Ende der Veranstaltung
Dozenten/Dozentinnen
Dozenten/Dozentinnen
- Rolf Hufschmidt, Lehrbeauftragter an der TH-Köln für Verfahrens- und Anlagensicherheit, Ingenieurbüro Hufschmidt, Bergisch Gladbach
- Dr. Michael Schriewer, Ehemals Mitarbeiter der Bayer AG, Lehrbeauftragter an der TH-Köln für Verfahrens- und Anlagensicherheit, Leverkusen
Preise
Preise
| Präsenz-Teilnahme | |
|---|---|
|
Regulär*
|
890,00 €
|
|
Verbandsmitglieder*
AAV, BDE, BDG, BVB, BVK, BWK, DGAW, DVGW, DWA, EdDE, InwesD, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
|
840,00 €
|
|
Behörden und Kommunen*
|
690,00 €
|
*zzgl. gesetzl. MwSt. auf MwSt.-pflichtige Leistungen
Im Preis enthalten
In der Teilnahmegebühr sind jeweils seminargebundene Unterlagen und bei Präsenzveranstaltungen das Mittagsbuffet sowie Erfrischungsgetränke enthalten.