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Wasserschutzgebiete und Vorhaben Erneuerbarer Energien – Konflikte kennen und moderieren Neu

Zwischen Trinkwasserschutz und Energiewende: Rechtliche Rahmenbedingungen, Nutzungskonkurrenzen und Lösungsansätze

Beschreibung

Wasserschutzgebiete und Vorhaben Erneuerbarer Energien – Konflikte kennen und moderieren
Seminar

Die Sicherung der Trinkwasserversorgung gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Im Jahr 2022 gewannen die öffentlichen Wasserversorger in Deutschland mehr als 5,32 Milliarden Kubikmeter Wasser aus der Natur. Rund 62,5 Prozent des Trinkwassers stammen dabei aus dem Grundwasser. Gleichzeitig machen sinkende Grundwasserneubildungsraten und die Dürrejahre 2018 bis 2020 deutlich, wie wichtig der langfristige Schutz dieser Ressource ist.

Wasserschutzgebiete sind ein unverzichtbares Instrument zur Sicherung der Trinkwasserqualität und -quantität. Sie dienen dem Schutz des Grundwassers und damit einer nachhaltigen öffentlichen Wasserversorgung. Zugleich führen sie immer häufiger zu Nutzungskonflikten. Neben Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung und Verkehr rückt zunehmend auch der Ausbau der erneuerbaren Energien in den Fokus.

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2023 und dem Inkrafttreten des Geothermie-Beschleunigungsgesetzes (GeoBG) im Dezember 2025 haben sich die Rahmenbedingungen für Energievorhaben deutlich verändert. Der Ausbau von Windenergie, Geothermie, Wärmepumpen, Wärmeleitungen und Wärmespeichern wird politisch forciert und rechtlich privilegiert. Nach § 4 GeoBG besteht bis zum Erreichen der Netto-Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 ein überragendes öffentliches Interesse an entsprechenden Vorhaben. Damit treffen zwei gewichtige Gemeinwohlbelange aufeinander: der Schutz der Trinkwasserversorgung als wesentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge und die beschleunigte Umsetzung der Energie- und Wärmewende.

Dieses Seminar vermittelt Ihnen einen fundierten Überblick über die fachlichen, rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen dieser Nutzungskonkurrenzen. Anhand aktueller Entwicklungen, gesetzlicher Neuerungen und Praxisbeispiele werden typische Konfliktlagen analysiert und Möglichkeiten einer sachgerechten Abwägung aufgezeigt. Darüber hinaus werden Strategien vorgestellt, um Konflikte zwischen Behörden, Wasserversorgern, Vorhabenträgern, Planungsbüros und weiteren Beteiligten frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu moderieren.

Ihr Nutzen

Die Teilnehmer/-innen erhalten einen praxisnahen Überblick über die aktuellen rechtlichen Anforderungen an Vorhaben der erneuerbaren Energien in Wasserschutzgebieten. Sie gewinnen Sicherheit bei der Bewertung von Nutzungskonflikten zwischen Trinkwasserschutz und Energiewende und lernen, konkurrierende Interessen sachgerecht abzuwägen. Zudem erfahren sie, wie sich Konflikte frühzeitig erkennen und durch geeignete Kommunikations- und Moderationsansätze konstruktiv begleiten lassen.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen von Wasserbehörden, Umwelt- und Planungsämtern, Wasserversorgungsunternehmen, Ingenieur- und Planungsbüros, Energieunternehmen sowie an alle Fachleute, die mit der Planung, Genehmigung oder Bewertung von Vorhaben in Wasserschutzgebieten befasst sind.

Themen/Programm

  • Bedeutung von Grundwasser und Wasserschutzgebieten für die öffentliche Wasserversorgung
  • Rechtliche Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Wasser-, Planungs- und Energierecht
  • Wasserschutzgebiete in Regionalplanung und Genehmigungsverfahren
  • Nutzungskonkurrenzen mit Windenergie-, Geothermie- und Wärmeinfrastrukturvorhaben
  • Das überragende öffentliche Interesse an erneuerbaren Energien und seine Grenzen
  • Konflikte zwischen Trinkwasserschutz, Energiewende und Flächennutzung
  • Praxisbeispiele aus Planung und Genehmigung
  • Kommunikation und Moderation zwischen Behörden, Wasserversorgern und Vorhabenträgern

 

Dozenten/Dozentinnen

  • Dr. Anna Alexandra Seuser, Rechtsanwältin, Counsel, berät umfassend in der Wasserver- und Abwasserentsorgung, Becker Büttner Held PartGmbB, Berlin

Abschluss

Abschluss mit Teilnahmebescheinigung

Preise

Online-Teilnahme
Regulär*
155,00 €

*zzgl. gesetzl. MwSt. auf MwSt.-pflichtige Leistungen

Im Preis enthalten

In der Teilnahmegebühr sind jeweils seminargebundene Unterlagen und bei Präsenzveranstaltungen das Mittagsbuffet sowie Erfrischungsgetränke enthalten.