12 Module und Praxistag
Modulübersicht:
Modul 1 – Einführung in die Digitalisierung der Wasserwirtschaft
Sie erhalten einen Überblick über den Stand der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft. Sie erfahren auf Basis der Ergebnisse der Metastudie WaterExe4.0 sowie der Nachfolgestudie DigitNaX die Vielfältigkeit der digitalen Angebote in der Wasserwirtschaft, was Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in der Umsetzung sind. Sie sind mit Abschluss des Moduls in der Lage die wesentlichen Trends zur Digitalisierung in der Wasserwirtschaft einzuordnen und für den eigenen Anwendungsfall zu bewerten, auch in Hinblick auf Erfolgsfaktoren und Hemmnisse.
Modul 2 – Feldinstrumentierung und Kontrolle
In diesem Modul erhalten Sie einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Sensortechnik in der Wasserwirtschaft inkl. Darstellung alternativer Informationserfassung und Sensorenkombinationen, Datenerfassung und Datenweitergabe. Sie lernen zudem die Einsatzgrenzen, Mindestanforderungen und Auswahlkriterien kennen. Ergänzend erfahren Sie, was bei der Anbindung der Sensoren in webbasierte System zu beachten ist.
Modul 3 – Datensammlung und Kommunikation
Dieses Modul behandelt die technischen Möglichkeiten der Datenerfassung und Datenkommunikation von der Feldebene bis in die Datenzentrale. Sie lernen die für die Wasserwirtschaft relevanten Datenformate, -protokolle und Sicherheitsanforderungen kennen.
Modul 4 – Datenmanagement & Visualisierung
Sie erhalten einen Überblick über den Stand der Technik zum Datenmanagement und User-freundlichen Visualisierungslösungen allgemein und Anwendungsbeispiele aus der Wasserwirtschaft. Es werden die Anforderungen und Gestaltung von Zielformulierungen an ein effizientes Datenmanagement und eine User-freundliche Visualisierungslösung vermittelt.
Modul 5 – Schnittstellen und (internationale) Standards
Dieses Modul liefert Ihnen einen Überblick über die wichtigsten im Infrastrukturmanagement und insbesondere in der Wasserwirtschaft verwendeten Schnittstellen und Standards und deren Einordnung zu den Inhalten der Teilmodule 2, 3 sowie 4.
Modul 6 – Datenfusion- und Analyse
Sie lernen, heterogene Datenquellen an Beispielen aus der Wasserwirtschaft zu ordnen, um diese anschließend strukturiert und vergleichbar analysieren zu können bzw. erstellte Analysen zu verstehen und zu bewerten. Es wird das Verständnis zur Überführung von Big Data zu Smart Data vermittelt.
Modul 7 - Prozessoptimierung
Sie erfahren anhand aktueller Beispiele, wie Sensordaten und analoge Daten z.B. aus Laboranalysen oder Erfahrungsdokumentationen zur Prozessoptimierung eingesetzt werden können. Dabei wird ein enger Bezug zum Teilmodul 6 hergestellt und die hier vorgestellten Kenntnisse in den Beispielen verwendet.
Modul 8 - Fördermittelmanagement
Das Modul Fördermittelmanagement vermittelt Ihnen das notwendige Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um Fördermittel für Digitalisierungsprojekte in der Wasserwirtschaft erfolgreich zu identifizieren, zu beantragen und einzusetzen. Sie lernen die wichtigsten nationalen Förderprogramme kennen und erfahren, wie Sie strategisch überzeugende Anträge erstellen und dabei rechtliche sowie organisatorische Anforderungen berücksichtigen.
Im Fokus stehen praxisorientierte Ansätze zur Optimierung von Fördermittelprozessen und zur erfolgreichen Umsetzung geförderter Projekte. Dieses Modul richtet sich besonders an Fachkräfte, die ihre Digitalisierungsvorhaben durch gezielte finanzielle Unterstützung vorantreiben möchten.
Modul 9 - Anwenderkompetenzen
In diesem Modul lernen Sie anhand der Methode Kompetenzenbilanzen, Digitalisierungsvorhaben nach den erforderlichen Kompetenzen zu analysieren, um Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Mithilfe der Methode können aus den Zielkriterien eines Digitalisierungsvorhaben die für Planung, Umsetzung und Betrieb erforderlichen Kompetenzen der involvierten Organisationen und Personen abgeleitet werden, um entscheiden zu können, welche eigenen Mitarbeiter oder externe Experten einzubeziehen sind. Gleichzeitig lernen Sie, mit der Methode die vorhandenen Kompetenzen in Frage kommender Mitarbeiter/-innen zu überprüfen und notwendige Lerninhalte zu bestimmen.
Modul 10 – Mehrwertanalyse und Umsetzungsverstärker von SOWIESO-Projekten
Sie lernen anhand der multikriteriellen Bewertung komplexer Sachzusammenhänge den Mehrwert von Digitalisierungsprojekten einzuschätzen. Neben allgemeingültigen Basiskriterien werden individuelle Kriterien der Teilnehmer aufgenommen und in die Beispielbewertungen integriert, wobei insbesondere die verschiedenen Zielperspektiven, die in einem Digitalisierungsprojekt zu beachten sind, erörtert und bearbeitet werden und auch die Rolle der Eigenperspektive reflektiert wird. Die Mehrwertanalyse erfolgt mit dem Tool SokratesMap.
Sie lernen anhand der Methode der SOWIESO-Strategie, wie insbesondere neuartige und komplexe Digitalisierungsvorhaben mit sog. Sowieso-Projekten ideal in den Arbeitsalltag integriert werden können und gleichzeitig ein schnelles Lernen der erforderlichen Zusammenhänge gelingt. Anhand verschiedener Beispiele lernen Sie die unterschiedlichen Perspektiven kennen, aus denen Sowieso-Projekte identifiziert und optimal für den Einstieg in ein schnell erlernbares Verständnis komplexer Digitalisierung genutzt werden können. Ergänzend werden sog. Anwendungsstandards und die Digitalisierung von Erfahrungswissen als Bestandteil von Sowieso-Projekten vorgestellt.
Modul 11 - BIM
Dieses Modul beschäftigt sich mit den Grundlagen des Building Information Modelling (BIM), verfügbaren Systemen und deren Rolle für die Wasserwirtschaft. Anhand von Beispielen aus Infrastukturprojekten des öffentlichen Tiefbaus lernen Sie die Möglichkeiten und Grenzen des BIM kennen und in Übungen anzuwenden. Sie sind nach dem Teilmodul in der Lage, den Einsatz von BIM bezogen auf wesentliche Aufgaben in der Wasserwirtschaft einzuordnen und passende Systeme zu bewerten.
Modul 12 – Überblick Cybersicherheit KRITIS
Sie werden über den aktuellen Stand der KRITIS-Anforderungen und das IT-Sicherheitsgesetz informiert. Zudem erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Bedrohungspotenziale, insbesondere für die Wasserwirtschaft. Zudem wird der Nutzen und die Anwendung eines ISMS am Beispiel des KANiO-ISMS vorgestellt. Sie lernen die Einschätzung des Bedrohungspotenzials für die Wasserwirtschaft und den Umgang mit einem ISMS-System.
Praxistag
Die Teilnehmer/-innen treffen sich an einem individuell vereinbarten Termin und Ort und arbeiten unter der Leitung von Prof. Müller-Czygan die erlernten Inhalte in einem Praxisbeispiel auf. Dabei geht es speziell um die Mehrwertanalyse sowie die praktische anfängliche Umsetzung von Digitalisierungsprojekten zur Festigung der Inhalte und Vorbereitung der Projektarbeit.
Die Termine der einzelnen Module finden Sie auf der Homepage des Bundesverbands KOMMUNAL 4.0 e.V.: https://bvk4-0.de/product/fachingenieur-fachexperte-fuer-digitalisierung-in-der-wasserwirtschaft/