Auch in diesem Jahr bietet das BEW-Forum Bodenschutz und Altlasten eine renommierte Plattform für den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Erfahrungen aus dem Vollzug des Bodenschutzes sowie der Altlastenbearbeitung. Das Programm gliedert sich in die Themenbereiche „Allgemeine und rechtliche Fragestellungen“, „Fachliche Aspekte des Bodenschutzes“ sowie „Altlasten- und Schadfallbearbeitung“.
Der Themenblock „Allgemeine und rechtliche Fragestellungen“ eröffnet mit einem Vortrag zum Bodenbewusstsein als wichtiger Grundlage eines nachhaltigen Bodenschutzes. Anschließend werden die Anforderungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-Bodenüberwachungs-Richtlinie beleuchtet, die bis Ende 2028 in nationales Recht überführt werden muss. Den Abschluss bildet ein praxisnaher Beitrag zur gerichtlichen Bewertung der Probenahme von Abfällen nach LAGA PN 98.
Im Themenfeld „Fachliche Fragen des Bodenschutzes“ steht zunächst der Einsatz künstlicher Intelligenz im Fokus: Vorgestellt wird die Entwicklung einer Methode zur Erfassung von Brachflächen mittels Fernerkundung und KI. Danach werden Erkenntnisse aus der Bodekundlichen Baubegleitung im Vergleich zwischen der Schweiz und der Stadt Solingen präsentiert. Ein weiterer Beitrag widmet sich dem Umgang mit großflächigen Schwermetall- und Dioxinbelastungen in der Städteregion Aachen. Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildet die Vorstellung eines Pilotprojekts zur systematischen Bewertung von Moorböden im Kreis Viersen.
Der zweite Veranstaltungstag ist traditionell der Altlasten- und Schadfallbearbeitung gewidmet und in zwei Themenblöcke gegliedert:
Im ersten Themenblock des zweiten Tages zur „Altlastenbearbeitung“ wird zunächst die Bearbeitung eines PFAS-Schadensfalls aus Sicht einer unteren Bodenschutzbehörde vorgestellt. Es folgt ein Beitrag zur Neuregelung der PAK-Bewertung in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV), bei der die Anwendung des LANUK-Leitfadens und damit des NRW-Modells im Mittelpunkt steht. Anschließend wird eine technische Lösung präsentiert, die dazu beiträgt, belastetes Sickerwasser zurückzuhalten und weitere Bodenverunreinigungen zu verhindern. Den Abschluss dieses Themenblocks bildet die Vorstellung eines aktuellen Projekts des AAV.
Der zweite Themenblock greift weitere „Aktuelle Fragestellungen der Altlastenbearbeitung“ auf: Vorgestellt werden Ergebnisse eines Projekts zur Untersuchung von PFAS-Vorläufern in hochbelasteten Boden- und Grundwasserproben. Darüber hinaus werden Erfahrungen aus einem flächendeckenden Grundwassermonitoring in Duisburg präsentiert. Zum Abschluss des Forums erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über aktuelle Entwicklungen sowie einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Altlastenbearbeitung in Nordrhein-Westfalen.