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KA065
Tagung

Einstufung von Abfällen — Die Anwendung der neuen Abfallverzeichnisverordnung

Gefährlich oder nicht gefährlich? — Das ist hier die Frage!

ABFÄLLE RECHTSSICHER DEKLARIEREN

Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) dient der Bezeichnung von Abfällen und der Einstufung von Abfällen nach ihrer Gefährlichkeit. Die Regeln, wie der zutreffende Abfallschlüssel eines Abfalls zu bestimmen ist, haben sich seit Inkrafttreten der AVV nicht verändert. Trotzdem ist im Einzelfall die Zuordnung von Abfällen zu den Abfallarten der AVV immer wieder Gegenstand von Diskussionen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn der Abfall einem so genannten Spiegeleintrag im Abfallverzeichnis zugeordnet werden muss. In solchen Fällen hat der Abfallerzeuger zu entscheiden, ob der Abfall eine der 15 gefahrenrelevanten Eigenschaften gemäß Anhang III der europäischen Abfallrahmenrichtlinie aufweist. Handelt es sich um einen gefährlichen Abfall, ist die als gefährlich gekennzeichnete AVV-Abfallart zu wählen. Ansonsten kann die nicht gefährliche Variante des Spiegeleintrags im Abfallverzeichnis genutzt werden, wenn nicht bestimmte persistente organische Stoffe in relevanten Konzentrationen im Abfall enthalten sind.

Die Einstufung der Abfallgefährlichkeit ist oft komplex, da Regelungen aus dem Chemikalienrecht anzuwenden sind und dafür z. B. die stoffliche Zusammensetzung der Abfälle bekannt sein sollte. In vielen Fällen ist aber genau diese Information über den Abfall in der benötigten Detailtiefe nicht vorhanden.

Es stellt sich auch die Frage, ob die Abfallgefährlichkeit alternativ durch Testmethoden bestimmt werden kann und welche Methoden dann anzuwenden sind.

Eine weitere Herausforderung bei der Gefährlichkeitseinstufung von Abfällen ist die unterschiedliche Auslegung der AVV in den verschiedenen Bundesländern. Derzeit streben die Länder eine möglichst weitgehende Harmonisierung der unterschiedlichen Länderregelungen zur Abfalleinstufung an.

Eine wesentliche Neuerung der AVV ist die erstmalige, auf das Abfallrecht abgestimmte Definition der gefahrenrelevanten Eigenschaft HP14 (ökotoxisch), die seit Juli 2018 anzuwenden ist. Für Abfälle stellt die Umweltgefährlichkeit in vielen Fällen das wichtigste Kriterium zur Bewertung der Gefährlichkeit dar.

Die EU-Kommission hat am 09.04.2018 einen technischen Leitfaden zur Abfalleinstufung in den Sprachen aller Mitgliedstaaten veröffentlicht. Ob dieser Leitfaden schon alle offenen Fragen klärt oder ob noch weitergehende Hilfen notwendig sind, wird im Seminar erörtert.

Während der Veranstaltung sollen die Grundlagen der Abfalleinstufung nach AVV vermittelt werden. Dazu werden die aktuellen Entwicklungen zur Abfalleinstufung nach AVV vorgestellt und erläutert. Beispielhaft werden die Regelungen der AVV sowie aktueller Vollzugshilfen anhand von Fragestellungen aus der Praxis angewendet.

Nächster Termin: 13. November 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr.

10:00 UHR

  • Begrüßung

Dr. Edgar Tschech, BEW gGmbH (Duisburg)

10:05 UHR

  • Einführung

Dr. Marianne Hegemann, LANUV (Duisburg)

Dr. Michael Oberdörfer, MULNV (Düsseldorf)

THEMENBLOCK 1: RECHTSGRUNDLAGEN

10:15 UHR

  • Abfallverzeichnisverordnung — Ein Abfallverzeichnis und Kriterien für gefährliche Abfälle: Anfänge und aktueller Stand heute

Dr. Georg Surkau, BMU (Bonn)

10:45 UHR

  • Das (rechtliche) Handwerkszeug zur Bestimmung der gefahrenrelevanten Abfalleigenschaften nach der Abfallverzeichnisverordnung

Dr. Marianne Hegemann, LANUV (Düsseldorf)

11:15 UHR

  • Das (rechtliche) Handwerkszeug der CLP-Verordnung zur Bestimmung der gefahrenrelevanten Abfalleigenschaften und Technischer Leitfaden zur Abfalleinstufung (2018/C124/01) der Europäischen Kommission

Dr. Marianne Hegemann, LANUV (Düsseldorf)

11:45 UHR

  • Diskussion

 

THEMENBLOCK 2: VOLLZUGSHILFEN

12:00 UHR

  • Harmonisierte Länderregelungen — Technische Hinweise der LAGA zur Einstufung von Abfällen nach ihrer Gefährlichkeit

Dominik Bogner, StMUV (München)

12:30 UHR

  • Vorgehen bei der Abfalleinstufung in NRW

Dr. Michael Oberdörfer, MULNV (Düsseldorf)

12:45 UHR

  • Diskussion

13:00 UHR

  • Mittagspause


THEMENBLOCK 3: ÖKOTOXIKOLOGISCHE ABFALLUNTERSUCHUNGEN

14:00 UHR

  • Ökotoxikologische Testmethoden zur Beurteilung
    von Abfällen

Dr. Jörg Römbke, ECT Oekotoxikologie GmbH (Flörsheim/Main)

14:45 UHR

  • Diskussion

15:00 UHR

  • Kaffeepause

 

THEMENBLOCK 4: ABFALLEINSTUFUNG IN DER PRAXIS

15:15 UHR

  • Anwendung der Regelungen zur Einstufung als gefährlicher oder nicht gefährlicher Abfall — Diskussion von Beispielen (Standard- und Spezialfälle)

Andreas Jungmann, Bezirksregierung Arnsberg

Dr. Marianne Hegemann, LANUV (Düsseldorf)

16:30 UHR

  • Ende der Veranstaltung
  • Abfallerzeuger
  • Abfallentsorger
  • Genehmigungs- und Überwachungsbehörden

13. November 2019 im BEW Essen

Veranstaltungsleitung
  • Dr. Marianne Hegemann, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, Recklinghausen
  • Dr. Michael Oberdörfer, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Düsseldorf
Dozenten
  • Dominik Bogner, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, München
  • Andreas Jungmann, Bezirksregierung Arnsberg, Arnsberg
  • Dr. Jörg Römbke, ECT Oecotoxikologie GmbH, Flörsheim
  • Dr. Georg Surkau, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Bonn

Termine

13. November 2019 im BEW EssenKA065E1911

Anfahrt zum Bildungszentrum Essen

Mit dem PKW

Autobahn A52 bis Abfahrt Essen-Rüttenscheid, Alfredstraße (B224) in südlicher Richtung nach Essen-Werden und Velbert folgen. Die Wimberstraße zweigt von der Bergischen Landstraße an deren höchstem Punkt ab, ca. 700 m nördlich der Stadtgrenze Essen/Velbert. Direkt zum Google-Routenplaner.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der S-Bahnlinie S6 in Richtung Essen Hbf. Aussteigen an der S-Bahn Haltestelle „Essen-Werden“.

  • Mit der Buslinie 169 (BStg. 5, alle 20 min.) in Richtung Velbert. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“ oder
  • Mit der Buslinie 190 (BStg. 2, alle 30 min) in Richtung Ruhrlandklinik. Aussteigen an der Haltestelle „Kamillushaus“.

Die Wimberstraße zweigt nach ca. 250 m stadtauswärts links ab.

Sie können sich auch Ihren individuellen Reiseplan über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zusammenstellen. Dazu klicken Sie bitte hier.

13. November 2019 im BEW Essen

Preis
Regulär390,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Verbandsmitglieder
AAV, ANS, BDE, BDG, BVB, BWK, DVGW, DWA, EdDE, ITAD, ITVA, VDRK, vero, VKS im VKU, WFZruhr
350,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Kommunale Umweltverwaltung NRW70,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Sonstige Behörden in und außerhalb NRW295,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)
Bezirksregierungen und LANUV295,00 €  (Mehrwertsteuerbefreit)

Unsere Bildungsdienstleistungen sind gem. § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatzsteuer befreit. Auf damit verbundene Leistungen (z.B. Verpflegung) erheben wir als gemeinnützige Gesellschaft einen ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%.

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